Dune Rats im Interview – Im Vollrausch durch Deutschland

Wie fast zu erwarten war, haben die Dune Rats im Comet Club in Berlin eine furiose Show geboten. Die drei Bandmitglieder Danny Beusa, BC Michaels und Brett Jansch standen mir glücklicher Weise vor ihrem Konzert Rede und Antwort, denn danach wären sie vermutlich nach dem kräftezehrenden Auftritt nicht mehr in der Lage gewesen. Unter anderem auch weil ihr Tour Programm recht straff geplant ist. Ihr nächster Gig war bereits am nächsten Tag im Cairo, in Würzburg. Umso mehr freue ich mich, dass sie Zeit finden mir ein paar Fragen zu beantworten.

Für die Drei ist es, wie bereits berichtet, ihre erste Headliner Tour in Deutschland, dennoch ist es nicht ihr erster Auftritt auf deutschem Boden. Bereits ein paar Wochen zuvor haben sie als Support von The Subways zwei Shows gespielt. Dune Rats sind große Fans der Band und es war „einfach der Wahnsinn dort zu spielen“. Laut Brett Jansch ein alles in allem berauschendes Erlebnis. Auf die Frage, ob hierbei vorrangig der Einfluss von Drogen gemeint war oder doch nur das Spielen vor einer großen Menschenmenge, wurde nicht weiter kommentiert, obwohl die erste Vermutung vermutlich die Naheliegendste ist wie sich später herausstellen wird.

Ja, natürlich ist es nicht sonderlich überraschend, dass die drei Australier aufgrund ihres straffen Zeitplans nicht viel Gelegenheit zum Sightseeing bekommen. Je nachdem wann sie die Show beenden gibt es vielleicht noch ein paar Bier in einer Bar und eventuell wird die Stadt dann noch am Morgen erkundet bevor es im Tourbus weitergeht zum nächsten Event.

Ich wollte von den Jungs wissen, wie es sich anfühlt ihr Debüt Album in Deutschland zu veröffentlichen. Für jede Band ist es ein großer Schritt mit dem ersten eigenen Album einen neuen Markt zu testen. So ist es auch für Dune Rats. Sie sind schwer begeistert und sind gespannt wie sich die einzelnen Shows in Deutschland entwickeln. Sie können es jedenfalls kaum erwarten loszulegen.

Wenn man sich die einzelnen Lieder ihrer LP anhört, dann fällt einem vor allem eines schnell auf. Ein Großteil der Songtexte drehen sich rund um die Themen Party und Drogen. Es drängte mir die Frage auf, wie groß wohl der Anteil an persönlicher Erfahrungswerte ist, der in die Songtexte mit eingeflossen ist. Die Antwort hätte präziser und knapper nicht ausfallen können: „100%“ ertönt es unisono. Ich denke, dass sollte dann auch die Antwort auf die Frage sein, warum der Support mit den Subways so berauschend war.

Als mir die Drei verrieten, was denn die Hauptbotschaft ihres Debüt Albums sei, viel mir spontan der Albumtitel der Toten Hosen, von ihrem 1993 erschienen Album „Kauf Mich“, ein. Vielleicht hätten sie ihr Album so, oder so ähnlich betiteln sollen wenn die Hauptaussage des Dune Rats Album „to buy it“ lautet.

Hört euch hier das Debüt Album der Dune Rats an:

Soweit so gut. Auch wenn die Jungs bereits zwei Shows in good old Germany gespielt haben, so fühlte ich mich dennoch verpflichtet sie nochmals bestmöglich auf das Deutsche Publikum vorzubereiten. Ich weiß das sie in Australien bekannt sind für ihre verrückten und energiegeladenen Shows. Als ich sie darauf hinweise das ich schon aus persönlicher Erfahrung berichten kann, dass dies nicht immer reicht um die Fans in Ekstase zu versetzen, reagieren sie recht gelassen. Sie sind fest davon überzeugt die Fans genau so hart feiern zu lassen wie sie es selbst auf der Bühne tun. Was das Konzert in Berlin betrifft sollten sie auf jeden Fall Recht behalten.

Die Gründung und Entstehung der Band ist laut Danny Beusa eher unspektakulär verlaufen. „Wir sind uns sozusagen auf der Straße über den Weg gelaufen und haben von da an gemeinsame Wege beschritten“. Spannender ist da schon eher die Idee für den Band Namen. Danny und seine Freunde lagen demnach am Strand und rauchten eine Bong nach der anderen. Im Vollrausch fingen Dany an zu phantasieren und es erschien ihm und seinen Freunden streunende Hunde welche mit ihnen sprachen. Sie sagten, dass sie doch bitte aufhören sollten wie Strand Ratten (Dune Rats) herumzulungern und besser surfen gehen oder etwas anderes sinnvolles tun sollten.

Für ihre Zukunft planen die drei Jungs aus Brisbane weiterhin viel zu touren und möglichst viele Songs aufzunehmen.

Danke für das Gespräch Jungs. Na dann prost und viel Spaß bei der weiteren Tour!

 

Fotos: Oktoberpromotion.com & Anna Larina

Be first to comment