Live // The Temper Trap

Wenn der Bandname The Temper Trap fällt, ist für viele noch immer nicht ganz klar, um wen es eigentlich geht. Erst wenn man den Hit Sweet Disposition vorspielt, fällt der Groschen. Dabei hat die Band so viel mehr zu bieten. Nach dem großen Debüt Erfolg 2009, mit dem Album Conditions und einem nicht ganz würdigen Nachfolger, meldet sich die Band nun wieder mit einem vielversprechenden dritten Album zurück.

Wie Pech und Schwefel

Die Band, welche sich 2005 im australischen Melbourne gründete, besteht aus den Bandmitgliedern Dougy Mandagi (Gesang, Gitarre), Jonathon Aherne (Bass), Lorenzo Sillitto (Leadgitarre, Keyboard) und Toby Dundas (Schlagzeug). Zunächst blieb es ruhig um die Band, bis 2008 die erste EP Conditions auf den Markt kam. Die Eingangs erwähnte Single Sweet Dispositions verhalf zum großen Durchbruch und ist seither das Zugpferd der Band. Sehr viel Airplay und Präsenz im australischen TV verschaffte der Band die Aufmerksamkeit, die es benötigte, um den Tourbus ihr  neues zu Hause nennen zu können. Mit Album Nummer zwei, betitelt nach dem Namen der Band, wollten The Temper Trap den nächsten großen Wurf hinlegen, was aber insgesamt nicht gelungen ist. The Temper Trap war weit weniger erfolgreich als Conditons, auch wenn es mit Krachern wie Need Your Love und Trembling Hands punkten konnte. Vielleicht kommt auch daher der Titel zum neuen Album. Thick As Thieves bedeutet frei übersetzt „wie Pech und Schwefel“ und könnte sinnbildlich für den Zusammenhalt der Band in guten wie in schlechten Zeiten stehen.

Die Desoxyribonukleinsäure von The Temper Trap

Mit Thick As Thieves scheinen The Temper Trap endgültig verstanden zu haben, wie sich die DNA der Band zusammensetzt. Mit Album Nummer drei knüpfen die Melbourner genau dort an, wo sie bei Conditions aufgehört haben. Mandagis Falsett Gesang, perfekt abgestimmt mit den treibenden Gitarren Riffs, kreiert den typisch atmosphärischen Sound, der die Band auszeichnet. Es scheint, als ob die Band bereits jetzt damit plant, in nicht allzu ferner Zeit, die großen Stadien dieser Welt zu bespielen. Songs wie Burn schreien förmlich nach der ganz großen Bühne. 

Vor dem großen Sprung

Doch noch spielen The Temper Trap nicht auf den Bühnen, für die ihre Songs geschaffen wurden. Auch wenn bereits Festivals, wie das Lollapalooza in Berlin erfolgreich bespielt wurden, sind die Venues, der aktuellen Deutschland Tour vergleichsweise bescheiden. Aber wer weiß, vielleicht ändert sich das bald. Wenn ihr die Band noch in einem etwas intimeren Rahmen sehen wollt, bevor sie endgültig den ganz großen Durchbruch schaffen, dann solltet ihr euch schleunigst Tickets für eines der folgenden Konzerte besorgen.

Die Konzert Termine für Deutschland

30.01.2017 Hamburg – Gruenspan        
31.01.2017 Berlin – Postbahnhof    
10.02.2017 München – Theaterwerk

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Titelbild: @fkpscorpio

 

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