The Great Escape // Review: Tag 3

Vom 9. bis 11. Mai waren wir zum ersten Mal beim The Great Escape Festival in Brighton. Die Fülle an neuer überragender Musik und die schöne Stadt haben uns überwältigt. Drei Tage lang haben wir jeweils 12 Stunden auf Konzerten verbracht und konnten uns 43 Shows anschauen. Im offiziellen Programm waren über 500 Künstler zu finden und weitere sind im Rahmen des Alternative Escape oder inoffiziellen Shows in mehr als 30 Locations aufgetreten. Kein Wunder, dass unser Besuch auch mit langen Wegen und langen Schlangen verbunden war. Nach unseren Highlights von Tag 1 & Tag 2 findet ihr hier nun den letzten Teil.

Tag 3

Den letzten Tag haben wir überraschenderweise (fast) ausschließlich auf Rock-Konzerten verbracht. Einzige Ausnahme war die Norwegerin iris, die den Tag in einer Kirche einläutete. Die perfekte Szenerie für ihren Electro-Pop und passend zur Location kam sie ganz in Weiß gekleidet.

Kontrastreicher hätte es anschließend nicht werden können: düster und laut wurde es bei The Mysterines. Sie spielten im Prince Albert das einer überfüllten Sauna glich (glücklicherweise waren aber alle angezogen). Die hohen Temperaturen hielten das Publikum allerdings nicht vom Tanzen und Mitsingen der Textstelle „I just love to hate you“ ab.

Zwei Shows mussten wir leider vorzeitig verlassen, da noch andere Gigs auf unserem Plan standen zu denen wir nicht zu spät kommen wollten. Dennoch war die Show von Tropical Fuck Storm am Strand einfach großartig. Auf Spotify beschreiben sie ihre Musik als „weird music for people who are sick of the same old shit“ und in anderen Worten reicht sie von Psychedelic Rock zu Post Punk. Von EUT konnten wir zwar nur zwei Songs sehen, aber die Niederländer versprühten pure Energie. Am 31. Oktober haben wir dann die Chance ihr komplettes Set im Auster Club zu sehen.

Die Kanadierin Tess Parks haben wir besonders in unser Herz geschlossen. Haben wir sie doch bei ihren letzten Auftritten in Berlin immer verpasst, so war es in Brighton umso schöner. Da wir nicht Gefahr laufen wollten, vor der Tür bleiben zu müssen, sind wir besonders früh zu Horatio’s auf dem Pier gegangen. Dadurch konnten wir sogar noch den Soundcheck miterleben. Als wir uns dann, um die Zeit zu überbrücken, den Merch anschauten, umarmte uns plötzlich jemand von hinten. Es war keine geringere als Tess Parks! Neben ihrer Herzlichkeit überzeugte sie aber auch mit ihrer Musik und zog uns mit ihrem verträumten Psych Rock in ihren Bann.

Und den Abschluss machten die großartigen Stonefield. Für uns die perfekte Band um dem The Great Escape und Brighton auf Wiedersehen zu sagen. Für alle die wir nun neugierig auf Stonefield gemacht haben: sie spielen am 18. Juni in der Kantine am Berghain. Kommt doch vorbei und sagt uns hallo oder hört ab dem 14. Juni in ihr neues Album rein. Es lohnt sich!

Fazit

Wir waren begeistert. Von der Musik und von der Stadt. Auch wenn wir in einige Shows nicht reingekommen sind, da sie überfüllt waren, hat es bei den meisten doch geklappt. In einigen Venues war die Luft zwar manchmal Mangelware und die Beleuchtung hätte in manchen ebenfalls besser sein können, aber wir hatten doch immer eine Menge Spaß. Allen die gern neue Musik entdecken, denen können wir das The Great Escape Festival nur ans Herz legen. Aber stellt euch auf FOMO ein, denn die Angst etwas zu verpassen ist wirklich sehr groß. Wir sind jedenfalls nächstes Jahr wieder mit dabei. Die Super Early Bird Tickets waren zwar bereits nach nur einem Tag ausverkauft, aber Early Bird Tickets gibt es bereits hier zu kaufen.

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Fotos: Charlotte Kastner (IG @chuxontourphotography)

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