Ein Phänomen, das wir immer häufiger beobachten können, ist die sogenannte Nostalgie. Oft wird sie mit vermeintlich besseren Zeiten in Verbindung gebracht und äußert sich oft einfach darin, in Erinnerungen zu schwelgen. Natürlich ist Nostalgie auch an Social Media nicht vorbeigegangen: Aktuell gibt es Trends wie „Medieval Core“ oder „Leben wie in 2016“. Diese zeigen den Wunsch der jüngeren Generation nach einer romantisierten Vergangenheit, die sie vielleicht nichtmal bewusst erlebt haben.
Auch musikalisch lässt sich diese Entwicklung beobachten. Ältere Musik wird gefühlt immer beliebter. Sowohl bei Hörer*innen als auch bei Produzent*innen, die gerne Samples aus ikonischen Klassikern verwenden. Dass man für einen ähnlichen Vibe mit neuen, modernen Konzepten gar nicht so weit zurückschauen muss, zeigt eine meiner neueren Lieblingsbands: The Last Dinner Party. Ihre erste Single Nothing Matters gehört zu meinen Favoriten und ist direkt nach dem ersten Hören, zusammen mit vielen anderen Songs, in einer Playlist mit Florence + The Machine gelandet.
Sehnsucht, Feuer und dunkle Romantik
Die britische Glam-Rock-Band gibt es zwar erst seit 2020, trotzdem dürfen wir uns bereits über zwei Alben der fünf Musiker*innen freuen. Wer schon einmal einen Blick in die Musikvideos der Band geworfen hat, erkennt schnell, welchen Vibe und in welche Ästhetik ihre Songs fallen. Die Baroque-Pop-Einflüsse sowie das Zusammenspiel aus mittelalterlichen und altenglisch-paganistischen Looks sorgen für ein stimmiges Gesamtbild, das einen regelrecht in einen Sog zieht und in eine andere Welt katapultiert.
In ihren Songs verwandelt die Band persönliche Gefühle in große, fast mythische Geschichten. Herzschmerz, Sehnsucht und Chaos werden zu dramatischen Bildern voller Feuer, Figuren und dunkler Romantik. Genau diese Überhöhung macht die Musik live so intensiv. Ich selbst war zwar leider noch nie auf einem Konzert von ihnen, aber allein die Videos lassen erahnen, wie überwältigend es sein muss Teil dieses theatralen Rituals zu werden.
The Last Dinner Party zu hören fühlt sich einfach an, als würde man in einen queeren Fantasy-Roman aus dem alten England eintauchen und die Rolle einer dort lebenden Hexe übernehmen. Ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen: Bei der nächsten Öffi-Fahrt fühlt ihr euch mit dieser Band auf den Ohren definitiv wie der Main Character. Und ich bin mir sicher, dass die fünf in den kommenden Jahren noch deutlich an Popularität gewinnen werden.
The Last Dinner Party kommt nach Deutschland!
Ihr merkt wahrscheinlich schon: Ich bin total begeistert von The Last Dinner Party. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich gehört habe, dass die Band im Februar in drei deutschen Städten spielt. Falls ihr also Lust auf eine einzigartige Konzerterfahrung habt, und das noch, bevor alle anderen davon mitbekommen, greift auf jeden Fall zu!
Wann und wo die Band spielt, findet ihr hier:
16.02.2026 – München, Zenith, die Kulturhalle
22.02.2026 – Berlin, UFO im Velodrom
23.02.2026 – Köln, Palladium
Tickets gibt es hier.
