Interview // Joel Sarakula im Interview über Love Club

Joel Sarakula - Love Club

Wir hatten Joel Sarakula im Interview und haben uns mit ihm über seine gerade neue LP Love Club unterhalten. Im Mai kommt er für ein paar Shows nach Deutschland. Natürlich darf Berlin nicht fehlen, weil viele Fans seinen letzten Auftritt in 2017 noch in guter Erinnerung haben. In unserem Joel Sarakula Interview erfahrt ihr unter anderem, warum die neue LP sich nicht einfach in ein Genre pressen lässt und was ihr vom Auftritt in Berlin erwarten könnt.

Du hast gerade deine neue LP Love Club veröffentlicht. Denkst du sie unterscheidet sich sehr von deinen vorherigen Werken?

Der Sound hat ein natürliche Entwicklung genommen. Verglichen zu von meinen letzten Aufnahmen ist die Geschwindigkeit nun etwas gechillter. Ich fühle mich wohler mit meiner Kunst  und habe nicht das Gefühl mich irgendwie beweisen zu müssen… jedenfalls mir selbst gegenüber. Nicht jeder Song muss ein Hit werden, oder ein Dancefloor Stürmer. Manchmal will ich mich einfach nur entspannen und eine Ballade oder einen Slow Jam spielen und ich bin mir sicher, meine Zuhörer wollen das auch. Es mag wie ein Klischee klingen, aber ich wollte einfach nur ein schön klingendes Album machen.

Woher hast du dir Inspiration für Love Club geholt?

Da gibt es Künstler wie Todd Rundgren oder Sly Stone, die mich schon eine ganze Weile begleiten, aber auch neue Künstler wie Thundercat und Unknown Mortal Orchestra inspirieren mich. In erster Linie ist es aber ein sehr persönliches Album über meinen Zugang zur Liebe und wie ich sie wahrnehme. Ich denke, ich war nie ein sehr emotional ausdrucksstarker Künstler und wollte austesten, wie weit ich dieses Mal gehen kann. Es ist definitiv mehr entblößt. Man könnte sogar sagen ich bin auf diesem Album nackt, lyrisch gesprochen!

Elemente des Pop, Blues, Soul, bis hin zum Softrock – ein bunter Mix. Würdest du sagen, es ist möglich, dich in ein konventionelles Genre zu stecken?

Diese Genre sind alle miteinander verbunden, es ist daher nicht so divers. Sie alle stammen vom Jazz und Blues. Ich finde es daher wichtig der Geschichte der schwarzen Musik in Amerika Tribut zu zollen für die Kreation dieses Universums. Ich nenne mein Genre Soulful Pop, aber vielleicht sollte ich ein paar Wörter hinzufügen, so wie ihr es gerade vorgeschlagen habt. Vielleicht ist es einfacher zu beschreiben, was ich nicht mache. Ich spiele so ziemlich alles außer Country und Folk.

Du hast dich entschieden von Australien nach London zu ziehen, während dein Heimatland immer mehr Aufmerksamkeit im weltweiten Musikmarkt erhält. Was macht London so speziell für dich und warum gehst du nicht zurück nach Australien?

London ist eine unglaublich pulsierende und schnelllebige Stadt. Sie verändert sich ständig und fordert dich ständig heraus. Es ist eine harte Stadt, um zu überleben und genau das mag ich sehr. Es ist auch der perfekte Platz um seine Touren in Europa und den USA zu starten. Sydney ist schön, schläfrig, warm und nicht wirklich herausfordernd. Vielleicht ziehe ich irgendwann einmal wieder zurück, aber aktuell gibt es noch zu viele Dinge für mich zu tun hier.

Das letzte Mal, als du im Januar 2017 hier in Berlin gespielt hast, hast du eine Menge fröhlicher verschwitzter Gesichter zurückgelassen. Was können wir von Joel Sarakula in diesem Jahr im Privatclub erwarten?

Zunächst hoffe ich genau all diejenigen wieder zu sehen, die beim letzten Mal so viel Spaß hatten bei meiner Show und hoffentlich noch ein paar mehr! Ihr wisst, dass ich es liebe auf der Bühne zu stehen und zu performen. Meine Shows sind daher sehr einzigartig und interaktiv. Die Leute können sich zu Hause meine Musik ganz einfach auf Spotify streamen oder meine Vinyl auflegen. Daher freue ich mich immer sehr darauf den Zuschauern etwas Besonderes zu bieten, wenn sie ihre Zeit investieren, um mich live zu sehen und zu hören. Diese Show wird daher noch physischer, noch verschwitzter und noch freudiger. Ihr könnt die komplette Love Club Experience erwarten. Erwartet Liebe.

Die meisten deiner Songs klingen sehr cineastisch und sind potenzielle 70er Jahre Soundtracks. Für welchen Film hättest du gerne den Soundtrack geschrieben?

Für Hot Tub Time Machine! Kleiner Spaß! Ich habe keine Ahnung… Holy Mountain hat bereits einen wilden Soundtrack von Don Cherry. Aber es ist ein intensiver kaleidoskopisch visueller Film. Ich hätte unglaublich gerne dafür einen Soundtrack geschrieben. Das wäre eine tolle Erfahrung gewesen.

Love Club Tour 2018

23.5. – Berlin, Privatclub
24.5. – Hamburg, Prinzenbar
25.5. – Düsseldorf, The Tube
26.5. – Köln, Blue Shell
28.5. – Frankfurt, Nachtleben
30.5. – München, Ampere
31.5. – Dresden, Groovestation

Tickets für das Konzert im Privatclub gibt es hier

Folgt Joel Sarakula auch auf: WebseiteFacebookSpotifyBandcampYouTubeSoundcloudTwitterInstagram

 

Be first to comment

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.