5 Fragen an // Varley: Footsteps

Varley Footsteps - Foto: Paul Hepper
Varley - Foto: Paul Hepper

Die Band Varley ist ein in Berlin ansässiges Trio, das bereits seit langer Zeit gemeinsam musiziert. Bis jetzt haben Claire-Ann, Joschka Bender und Matthias Heising mehrere Singles und 2021 ihr erstes komplettes Album Smalltalk & DMCs veröffentlicht. Am Freitag, dem 17.11. erscheint ihre nächste Single, die bereits einen ersten Vorgeschmack auf ihr zweites Album darstellt. Wir durften die Band vor der Veröffentlichung ihres neuen Songs Footsteps interviewen und haben dabei sowohl einiges über ihren persönlichen Prozess des Songwritings, als auch über ihre Motivation und Ziele mit ihrer Musik erfahren. Das Interview wurde auf Englisch durchgeführt und daher vor Veröffentlichung auf Deutsch übersetzt. 

Zuallererst: Wann und warum habt ihr eure Band gegründet?

Wir waren schon lange miteinander befreundet und haben über all die Jahre schon immer hier und da gemeinsam Musik gemacht. Matze und ich hatten schon eine Weile zusammen Musik gemacht, aber wir hatten das Gefühl, dass etwas fehlt. Daher hat es sich richtig angefühlt, Joschka zu fragen, ob er mitmachen will. 

Habt ihr eine Routine, wenn ihr gemeinsam an Songs schreibt und diese komponiert?

Ich kann zwar nicht immer schreiben, aber es gibt immer mal wieder kurze Phasen, in der ich aber dann doch schreiben kann. In dieser Zeit schreiben sich die Songs dann quasi wie von selbst, sodass ich mich meistens gar nicht mehr genau erinner, wie ich eigentlich zu dem Endergebnis gekommen bin. Andere Male fängt einer der Jungs einen Track an und ich schreibe dann darauf etwas. Für dieses Album haben wir uns ein Haus in Brandenburg gemietet, damit wir viel schreiben und auch viel ausprobieren können und wir haben auch das meiste von dem Album in der Woche geschrieben. Es gibt also nicht viel Logik und Strategie beim Schreiben, wir stauen einfach nur Emotionen auf, bis es zu viel wird und sie von selbst herauskommen.

Wie würdet ihr euren einzigartigen Sound einer Person beschreiben, die davor noch nie was von eurer Band gehört hat?

Wir sind uns unserer Schwächen definitiv bewusst und machen uns mit unserem Songwriting gerne darüber lustig. In unserer neuen Single „Footsteps“ geht es zum Beispiel darum, Frieden mit dem inneren Dämon zu schließen. Es ist aber ein verspielter Song und Sound, nicht superdramatisch, wie man vielleicht erwarten würde, untermalt von akustischen Gitarren und einem organischen Uptempo-UK-Garage-Beat.

Varley - Foto: Paul Hepper
Varley – Foto: Paul Hepper

Eure neue Single Footsteps ist einer der ersten Songs von eurem neuen Album. Was können wir von den weiteren Releases von euch in der Zukunft erwarten?

Dieses Album hat richtig viel Spaß gemacht in der Umsetzung, weil wir sehr frei waren in unseren Entscheidungen und die Dinge nicht allzu sehr überdacht haben. Wenn sich was gut angefühlt hat, haben wir daran weiter gearbeitet. Einige Songs erinnern an unsere frühere Musik und einige Songs sind definitiv ein oder zwei Schritte von dem entfernt, was wir bisher gemacht haben. Insgesamt fühlt es sich wie eine gute Mischung aus alt und neu an.

Was sind eure nächsten Schritte in eurer Musikkarriere, beziehungsweise gibt es ein ganz bestimmtes Ziel, das ihr gerne erreichen würdet?

Wir sind sehr gerne im Studio und machen neue Musik, aber wir würden unsere Musik auch gerne einem Publikum vortragen. Es wäre für uns ein absoluter Traum, nächsten Sommer auf einigen Festivals spielen zu dürfen!

Bonusfrage: In eurem neuen Song singt ihr von “dem Teufel in mir” und über Ängste generell. Ist Musik für euch ein Weg um mit euren eigenen Ängsten umzugehen und würdet ihr sagen, dass ihr anderen mit eurer Musik helfen wollt, indem ihr schwierige Themen wie diese ansprecht?

Songs zu schreiben, ist für uns wirklich wie eine Therapie. Es ist ein super Weg für uns alle, gemeinsam die eigenen Emotionen aufzuarbeiten und sich gegenseitig verstanden zu fühlen. Manchmal fällt es mir schwer, so offen und verletzlich in unseren Songs zu sein, aber wenn sich dadurch auch nur eine andere Person weniger einsam fühlt, finde ich es wichtig, das zu tun.

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Titelbild & Beitragsbild: Paul Hepper

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