Arkells – Max Kerman im Interview

Das guter Rock’n Roll nicht nur aus Skandinavien kommt, dass beweisen fünf junge Männer aus Hamilton, Kanada. Arkells nennen sie sich und touren im Mai, nach Veröffentlichung ihres dritten Studioalbums quer durch Deutschland. Mit insgesamt 11 Konzerten allein in Deutschland lässt sich einfach ableiten, dass Arkells eine Band sind die es liebt ausgiebig auf Tour zu gehen. Die Band welche sich 2006 gründete besteht aus Frontman Max Kerman (Gesang, Gitarre), Mike DeAngelis (Gesang, Gitarre), Nick Dika (Bass), Tim Oxford (Schlagzeug, Percussion) und dem 2011 dazu gestoßenen Anthony Carone (Gesang, Keyboard, Gitarre). Bekannt für ihren tanzbaren Sound, machen sich die Kanadier wieder auf den langen Weg über den Atlantik um ihren Fans ein tolle Show zu liefern. Bevor sie am 17. Mai im Berliner Magnet Club spielen werden, hatte ich die Gelegenheit dem Frontsänger Max ein paar Fragen zur Band und ihrer anstehenden Tour zu stellen.

In den letzten Jahren waren Arkells mit Bands wie Metric, The Tragically Hip, Tokyo Police Club, British Sea Power, Anti-Flag und The Black Crowes auf großen und kleinen Bühnen vertreten. In Deutschland haben sie sogar im November eine komplette Tour als Vorband der Augustines absolviert. Das einzige was sie zur Zeit vom Touren abhält ist der Gang ins Studio, um neues Material für ihre Live Auftritte zu produzieren. Ihr drittes Album High Noon wurde in ihrer Heimatstadt Hamilton geschrieben. Produzent war dieses Mal Tony Hoffer, welcher bereits mit Beck, The Kooks und M83 zusammen gearbeitet hat.

Hoers.de: High Noon ist euer drittes Album, inwieweit würdest du sagen hat es sich weiter entwickelt?

Max: Ich weiß nicht ob es sich weiterentwickelt hat, aber man kann sehen das sich die Art wie wir über Musik denken verändert hat. Ich denke unsere Geschmäcker sind jetzt noch vielfältiger. Ich denke wir sind jetzt begeistert Musikrichtungen auszuprobieren mit denen wir uns zuvor nicht beschäftigt hätten.

Hoers.de: Was ist die Hauptaussage hinter eurem neuem Album?

Max: Liebe und linke Politik.

Hoers: Welcher ist dein Lieblingstrack auf High Noon?

Max: Das sind alles meine Babys… Es wechselt von Tag zu Tag. In letzter Zeit würde ich sagen ist es Leather Jacket.

Die Zusammenstellung der Songs auf ihrem dritten Album ist wohl bislang die radikalste Schöpfung der Kanadier – politisch motivierte Texte die kein Blatt vor den Mund nehmen. Die Single Leather Jacket ist jedoch alles andere als politisch aufgeladen, vielmehr zeigt sie die gefühlvolle Seite der Arkells. Vermutlich ist sie auch deshalb ein Chart Erfolg in Kanada geworden. Den Song findet ihr ab sofort auch auf der Spotify Playlist.

Hoers.de: Denkst du das euer Sound auf der Bühne sich großartig unterscheidet zu dem auf euren Studioaufnahmen?

Max: Die meisten Rock’n Roll Bands werden dir sagen, dass es schwer ist die selbe Energie, welche du auf einem Konzert entwickelst, auch auf einem Studio Album festzuhalten. Ich denke die Aufnahmen klingen ein wenig kontrollierter und aufpoliert im Vergleich zum Sound den wir live kreieren. Das liegt zum einen daran, dass wir keine besonders talentierten Musiker sind und zum anderen hatten wir ein großes Interesse daran, ein Album zu produzieren welches schön klingt. Wir wollten nicht das Gleiche zweimal machen.

Hoers.de: Welche Bands sind für euch eine Inspiration?

Max: Das sind so viele… In letzter Zeit Ryan Adams, My Morning Jacket, Brandon Flowers, Drake, Ariana Grande, Taylor Swift und Springsteen.

Hoers.de: Was mögt ihr lieber, auf Tour gehen oder ein Album aufnehmen?

Max: Touren. Wenn man weit weg von zu Hause ist, dann kann das hart sein, aber das befriedigendste Gefühl ist es jemanden zu sehen der deine Lieder mitsingt. Diese Erfahrung kannst du nur bekommen wenn du live spielst.

Hoers.de: Habt ihr eine besondere Routine bevor ihr auf die Bühne geht?

Max: Wir machen jedes Mal so etwas wie einen „hands-in cheer“ welcher jeden Abend etwas anders aussieht. Meistens ist es Mike der sich da etwas überlegt. Üblicher Weise hat es etwas mit einem running gag vom jeweiligen Tag zu tun, oder aber mit der jeweiligen Stadt in der wir gerade auftreten. Wir haben davon auch ein Foto auf Instagram. Ich liebe Sport und ich denke in einer Band zu spielen ist vergleichbar Teamsport. Man muss zusammen arbeiten und die Talente jedes einzelnen zusammenführen – Die richtige Chemie ist sehr wichtig.

 

Hoers.de: Welcher war euer bislang herausragendster Auftritt?

Max: Wir hatten das Glück bei vielen großartigen Gigs zu spielen. Wir hatten eine tolle Show in Chicago letzte Nacht. Eine super Club Show.

Hoers.de: Magst du es auf Festivals zu spielen? Welches war dein persönlicher Favorit bisher?

Max: Ja, Festivals sind großartig. Es gibt eine wunderbares Festival in Montreal namens Osheaga auf dem wir bereits zuvor gespielt haben und es auch in diesem Jahr wieder tun werden. Montreal ist wunderschön im Sommer.

Hoers.de: Wie oft seid ihr bisher in Deutschland gewesen?

Max: Das muss um die 4-5 Mal gewesen sein.

Hoers.de: Welcher deutsche Künstler ist euer Liebster?

Max: Ich liebe BOY. Diese Mädels sind so talentiert und auch verdammt süß.

BOY - Valeska Steiner & Sonja Glass

BOY – Valeska Steiner & Sonja Glass

Hoers.de: Welche Stadt in Deutschland mögt ihr am meißten?

Max: Oh Man! Ihr Deutschen seid so verwöhnt was das angeht. Es gibt so einige tolle Städte. Ich liebe Hamburg, Köln, Berlin. Ich weiß, dass viele denken die Leute in München seien ein wenig hochnäsig, aber ich denke es ist eine sehr liebenswerte Stadt.

Hoers.de: Kannst du mir eine Band nennen für die du gerne einmal als Vorband auftreten würdest?

Max: In letzter Zeit mag ich sehr das Bleachers Album. Ich würde sagen das ist meine Wahl.

Hoers.de: Wenn du drei Songs auswählen musst die du gerne covern würdest, welche wären das?

Max: Oh, das ist eine schwierige Frage! Zuletzt haben wir Sledgehammer von Peter Gabriel, Ain’t No Mountain High Enough von Marvin Gaye und Philadelphia Freedom von Elton John gecovert.

Hoers.de: Was mögt ihr an euren Fans am meißten?

Max: Ich habe das Gefühl das sie ein sehr authentisches Publikum sind. Es fühlt sich auch nicht so an als wenn es irgendeine Form von Hierarchie zwischen der Band und den Fans gibt. Wir sind normale hart arbeitende Menschen, genau so wie unsere Fans es sind.

Die Tourdaten der Arkells in Deutschland

17.05.2015 Berlin – Magnet

19.05.2015 Dresden – Beatpol

20.05.2015 Bremen – Lagerhaus

21.05.2015 Hamburg – Prinzenbar

22.05.2015 Dortmund – Way Back When

23.05.2015 Saarbrücken – Garage Club

24.05.2015 Mannheim – Maifeld Derby

26.05.2015 München – Strom

27.05.2015 Stuttgart – 1210

28.05.2015 Wiesbaden – Schlachthof

29.05.2015 Hannover – NDR Plaza Festival

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