Bad Omens gehören aktuell wahrscheinlich zu den wichtigsten modernen Rock- und Metalbands überhaupt und das definitiv nicht ohne Grund. Ich durfte ihre Liveshow bereits sehen und war komplett überwältigt von Noah Sebastians Voicerange. Ihre Shows wechseln mühelos zwischen völliger Eskalation und fast schon bedrückender Emotionalität.
Das habe ich in meinem Rock am Ring Beitrag für dieses Jahr über Bad Omens geschrieben und genau so habe ich es auch gemeint. Die Band ist in den letzten Jahren auf der Überholspur der Metalcore-Szene und auch nicht mehr aus ihr weg zu denken. Ihr Album DEATH OF PEACE OF MIND hat es bei Release direkt in meine Heavy Rotation Playlist geschafft.
The Big Three
Wer in den sozialen Medien unter dem #metalcore unterwegs ist wird mehr als nur einmal über Aufnahmen von Noah Sebastian, dem Sänger von Bad Omens, gestoßen sein. Die Band ist Teil von vielen Konzert-Trends und so auch von den sogenannten Big Three – die sind zwar nicht immer gleich, aber erstaunlich oft werden dort Bad Omens neben Bring Me The Horizon und Sleep Token als eine der Top 3 aktuelle Metalcore-Bands die man gesehen haben muss bezeichnet. Der Grund dafür ist meiner Meinung nach vor allem die herausragenden musikalischen Leistung und Live-Performance der Band.
Bad Omens spricht längst nicht mehr nur klassische Metalcore- oder Rock-Fans an. Durch die Mischung aus Industrial-, Dark-Pop- und elektronischen Einflüssen erreicht die Band ein deutlich breiteres Publikum und begeistert gleichzeitig neue Menschen für das Genre. Bad Omens arbeitet im Vergleich zu anderen Bands stärker mit Atmosphäre, Ästhetik und emotionaler Intimität. Ihre Musik verbindet harte Breakdowns mit ruhigen Passagen, elektronischen Elementen und eingängigen Melodien, etwas das im klassischen Metalcore früher eher selten zu finden war.
Dass dadurch auch Hörer außerhalb der typischen Metal-Szene angesprochen werden, gefällt nicht jedem. Manche Metal-Ultras sehen die wachsende Popularität des Genres kritisch. Ich persönlich finde es dagegen spannend zu sehen, wie Bands wie Bad Omens heute ganze Arenen ausverkaufen können.
Zwischen Aggression und Verletzlichkeit
Bad Omens verbinden Aggression mit Verletzlichkeit und genau dieser Kontrast macht eben ihre Musik für viele Menschen so emotional. Songs wie Artificial Suicide zeigen die aggressive Seite der Band. Die harten Breakdowns, die verzerrten Vocals und die chaotische Energie wirken fast wie ein emotionaler Zusammenbruch. Direkt daneben stehen Songs wie Just Pretend, die eher verletzlich, melancholisch und intim klingen. Statt nur Wut zu zeigen, vermitteln die Texte oft emotionale Erschöpfung, Einsamkeit oder Selbstzweifel. All das macht ihre Musik total menschlich und holt auch mich auf einer tieferen emotionalen Ebene ab.
Noah Sebastian Stimme wechselt mühelos zwischen Screams und ruhigem, fast zerbrechlichem Gesang. Besonders auffällig ist hierbei, dass seine Stimme oft kontrolliert und zurückhaltend wirkt, selbst wenn die Texte extreme Gefühle ausdrücken. Das unterstreicht meiner Meinung nach nochmal den Eindruck, dass die von ihnen kreierte Atmosphäre nicht gespielt, sondern echt ist.
Die Kombination sorgt dafür, dass Bad Omens eben nicht nur traditionelle Metalcore-Fans, sondern auch Menschen, die normalerweise eher alternative Pop-, Dark-Pop- oder elektronische Musik hören anspricht. Ich bin auf jeden Fall ein großer Fan der Band und kann auch euch nur ans Herz legen mal reinzuhören (und vielleicht auch das ein oder andere Live-Video anzuschauen).
Bad Omens kommt wieder nach Deutschland!
Wenn ihr jetzt auf den Geschmack gekommen seid, gibt es eigentlich nur den nächsten logischen Schritt: ein Konzert zu besuchen.
Wann und wo die Band unter Anderem in 2026 spielt, seht ihr hier:
03.06.2026 – Düsseldorf, PSD Bank Dome
05.06.2026 – Rock im Park, Nürnberg
06.06.2026 – Rock am Ring, Nürburgring
08.06.2026 – Leipzig, QUARTERBACK Immobilien Arena
Tickets für die Show in Leipzig und FanSale für Düsseldorf findet ihr hier.
