Reingehört #7 // Indie Rock

10 neue Indie Rock Songs

Heute stellen wir euch 10 neue Indie Rock Songs vor. Die Künstler bzw. Bands haben ihre Wurzeln in ganz unterschiedlichen Ländern. Wir sind sogar in Singapur fündig geworden! Doch alles der Reihe nach. Die hier besprochenen Songs findet ihr auch in den hoers.de Playlists auf Spotifywieder.

Johnny Walylko – You Can Rock the World Inside a Fantasy

Herkunft: USA // Genre: Indie Rock // Socials: FacebookInstagram

Johnny Walylkos Song ist vielleicht nicht der Indie-Rock Kracher, den ihr jetzt gleich zu Beginn erwartet habt, aber das bekommt ihr auch noch geboten. Walylko hat uns in erster Linie mit seiner Stimme überzeugt. Sie hat etwas Sonniges, Positives an sich und macht sofort gute Laune, wenn man sie hört. Trotz des Akustik Sets kommt eine Menge Energie rüber in dem Song. Wie mag sich das anhören, wenn er eine ganze Band hinter sich stehen hat?

Sein Song „You Can Rock the World Inside a Fantasy“ beschreibt die Gefühlswelt, wenn man Hals über Kopf in jemanden verliebt ist. Er würde seiner Liebe überall hin folgen, beschreibt er im Text. Unserer Meinung nach ist das der perfekte Frühlings-Song. Sicherlich bekommt der/die ein oder andere unter euch auch Schmetterlinge im Bauch beim Anhören dieses Lieds oder etwa nicht?

Freedom Fry – Candy

Herkunft: USA // Genre: Indie Rock // Socials: FacebookInstagram

Richtig süß geht es weiter mit dem folgenden Duo. Die haben uns beide so gut gefallen, sodass wir gleich zwei ihrer Songs in unsere Playlist aufgenommen haben. Bruce Driscoll und Marie Seyrat sind ein französisch/amerikanisches Duo, welches sogar miteinander verheiratet ist. Seit 2011 machen die beiden bereits gemeinsam Musik. Richtig Fahrt hat ihre Karriere in den letzten Jahren aufgenommen, als sie unter anderem 2015 mit dem belgischen Shootingstar Stromae auf Tour waren.

„Candy“ besticht vor allem durch seine Leichtigkeit. Im Hintergrund wird der Song durch ein beschwingt spielendes Xylofon und mit verträumter Stimme singt Driscoll: „You are too sweet for me now“. Stetig begleitet durch harmonisch eingesungene Hintergrund Gesänge. Wer nach dem ersten Song noch nicht beschwingt in den Tag gestartet ist, der wird spätestens jetzt gute Laune bekommen.

Freedom Fry – Glory Days

Herkunft: USA // Genre: Indie Rock // Socials: FacebookInstagram

Der zweite Track von Freedom Fry scheint beim ersten zuhören ähnlich fröhlich daher zu kommen. Jedoch täuscht dieser Eindruck. Das gleich zu Beginn einsetzende Schlagzeug erzeugt einen tanzbaren Beat. Doch schnell wird klar, dieser Song ist eher melancholisch geprägt. In „Glory Days“ geht es, wie der Titel schon vermuten lässt, eher um die gute alte Zeit die hinter einem liegt. „Glory Days“ ist sozusagen der Gegenpart zum zuvor vorgestellten Lied.

„Jack Daniels and me gonna throw a big party“ heißt es im Refrain. Offensichtlich trauert hier jemand vergangenen Tagen hinterher. Wir trauern nicht dem gefundenen Song hinterher. Unserer Meinung nach ist es ein überaus solider Indie Rock Song, den man mit oder ohne einem Glas Whiskey genießen kann.

Eugenia Post Meridiem – Low Tide

Herkunft: ITA // Genre: Indie Rock // Socials: FacebookInstagram

Indie Rock aus Italien kommt uns auch nicht alle Tage auf den Schreibtisch. Umso neugieriger waren wir bei dieser Band. Eugenia Post Meridiem heißt die Band, welche Genua ihre Heimat nennt. Eugenia, Matteo, Giovanni und noch einmal Matteo werden als Bandmitglieder benannt. Post Meridiem steht für das im angelsächsischen verwendete pm, also past midday.

Das zarte Vibrato in der Stimme von Sängerin Eugenia gibt dem ohnehin schon guten Sound der Band noch einmal das gewisse Extra. Zusammen mit dem leicht psychedelisch klingenden Gitarren ist es ein Song, der bei uns schon jetzt auf Heavy Rotation läuft. Wenn wir den Sound der Band verorten müssten, dann würden wir sagen, es ist ein virtuoser Mix aus Nilüfer Yanya und Alice Phoebe Lou.

Oh Brother – Under The Knife

Herkunft: UK // Genre: Indie Rock // Socials: FacebookInstagram

Oh Brother ist ein ganz neues Projekt von Produzent und Musiker Jake Leslau. Sein Song „Under The Knife“ ist ein energetischer Indie Rock Song mit allem was dazugehört. Am meisten beeindruckt haben uns die dreckigen Gitarren Riffs, welche zusammen mit Leslaus Gesang ein wenig an The Black Keys erinnern.

Im Video zum Song geht es ziemlich brutal zu. Ihr könnt sehen, wie Sänger Leslau sein Opfer auf einem Stuhl geknebelt hat und ihn erst mit dem Messer bedroht, ihn dann ein Ohr abschneidet und schließlich sein Opfer in Flammen aufgehen lässt. Nichts für schwache Nerven, also überlegt zweimal, bevor ihr den Play-Button drückt.

My Ugly Clementine – Never Be Yours

Herkunft: AT // Genre: Indie Rock // Socials: FacebookInstagram

My Ugly Clementine werden ihrem Namen nicht gerecht, denn sie sind alles andere als hässlich. Vielmehr handelt es sich um vier ganz entzückende Damen aus unserem schönen Nachbarland Österreich. Ihr Song „Never Be Yours“ geht direkt in die Beine und macht Lust auf mehr.

„Why can’t I be yours someday?“ wird im Refrain unentwegt gesungen. Während es im Song um die womöglich unerfüllte Liebe geht, wird im dazugehörigen Video sehr humorvoll dargestellt, wie ein Lied in die Ohren geht und einen dann nicht mehr loslässt. In diesem Fall lässt es die Hauptakteure im Video nahezu alles vergessen. Egal, ob als Kellnerin im Café, im Schwimmbad unter der Dusche oder beim Bewerbungsgespräch. Der eingängige Song wird von allen hemmungslos mit- oder nachgesungen. Schreibt uns in die Kommentare, wo ihr den Song geträllert habt nach dem ersten Hören.

Between The Enemy – Same You Same Me

Herkunft: CAN // Genre: Indie Rock // Socials: FacebookInstagram

Between The Enemy ist ein noch ganz frisches musikalisches Projekt aus Kanada. Doch die beiden Mitglieder der Band sind alles andere als Frischlinge im Musikbusiness. Mike Cameron (Gesang, Gitarre) und Jeff Lee (Gesang, Piano) können beide auf einiges an Erfahrung zurückblicken. Die Idee zur Band kam eher zufällig, als beide sich aus anderen Gründen im Studio trafen und bemerkten, wie gut sie beim Song schreiben und einspielen harmonierten. Mittlerweile sind über 30 Lieder in der Pipeline und weitere Veröffentlichungen geplant. Für 2019 haben die beiden große Pläne.

„Same You Same Me“ erinnert uns ein wenig an die großen Rock Hymnen aus der guten alten Zeit. Der eingängige Refrain legt sich elegant über die breit angelegten Gitarren Riffs und das Piano im Hintergrund. Camerons raue, kraftvolle Stimme verleiht dem Stück die nötige Energie.

Causeway Youth – Ride The Waves

Herkunft: SGP // Genre: Indie Rock // Socials: FacebookInstagram

Kommen wir zu dem im Intro angesprochenen Singapur Import. Aber ganz ehrlich, hättet ihr das vermutet? Causeway Youth schaffen es einen unglaublich internationalen Sound zu kreieren, welcher genauso gut in einem Studio in Europa hätte produziert werden können. Causeway Youth, das sind Jazreel-Anne und Esther. Ihre Mission ist es, wie sie selbst sagen: „Das gute, das schlechte und alles was so zwischendrin passiert in einem Leben“ darzustellen in ihren Songs.

Ihre Debüt EP „This Isn’t Where I Want To Be“ sol noch in diesem Jahr erscheinen. Wir hoffen wir müssen nicht erst nach Singapur reisen, um die beiden einmal live sehen zu können. Obwohl, warum eigentlich nicht!? Wir finden den modernen Indie Rock Sound der beiden unglaublich ansteckend und freuen uns schon auf das nächste Release.

Trapdoor Social – Truth

Herkunft: USA // Genre: Indie Rock // Socials: FacebookInstagram

Wir mussten nicht einmal 10 Sekunden von diesem Song hören, um uns zu verlieben. Das Schöne ist, er wird mit jeder Sekunde besser. Von Beginn an nimmt einen „Truth“ auf eine wilde Indie Rock Reise über etwas mehr als 3 Minuten und verliert zu keiner Sekunde an Tempo. Wer zu diesem Lied nicht sofort aufspringt und tanzt, dem ist nicht mehr zu helfen.

Trapdoor Social kommen aus Los Angeles, Kalifornien und können schon einige Hunderttausend Streams auf Spotify aufweisen. Wem der hier vorgestellte Song gefällt, dem wird auch das etwas ältere Material der US Boys gefallen. Seit 2017 gibt es die Kombo, welche ursprünglich aus einem Duo entstand. Ihre durchaus sozialkritischen Texte sind ein Markenzeichen der Band.

The Wild Rumble – Caught Living

Herkunft: GER // Genre: Indie Rock // Socials: FacebookInstagram

Nachdem wir euch musikalisch einmal um den ganzen Globus geführt haben, geht es nun zurück nach Good Old Germany. Genauer gesagt ins beschauliche Aschaffenburg. Überhaupt nicht beschaulich ist der Sound dieses Quartetts. Mit breitbeinigem Sound überrollten uns die Vier förmlich mit ihrem Song „Caught Living“. 2017 erschien übrigens ihr selbstbetiteltes Debüt, welches ihr euch auf jeden Fall auch mal gönnen solltet.

Aktuell befindet sich die Band auf Caught Living Tour. Leider erst einmal nur in den südlichen Gefilden Deutschlands, aber wer weiß. Wenn ihr fleißig ihre Songs streamt, dann werden sich die Vier sicherlich auch bald in den hohen Norden aufmachen, um mit ihrer geballten Indie Rock Energie auch die Clubs hier zu beschallen. Wir würden uns freuen.

Hier findet ihr mehr Beiträge aus unserer Serie „Reingehört“

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