Release Day // Neuerscheinungen in Woche 16

Release Day Woche 16

Seit Mittwoch haben wir nun die traurige Gewissheit: Der Festival-Sommer 2020 fällt ins Wasser oder zumindest wird er nicht so sein, wie es sich manch eine(r) unter uns ausgemalt hat. Was uns bleibt, ist die Musik und das was wir daraus machen. Wie gut, dass heute wieder Release Day ist und wir in Woche 16 viele neue Songs für euch entdeckt haben. Wenn euch unsere Neuvorstellungen gefallen, dann folgt unserer wöchentlich aktualisierten Release Day Playlist auf Spotify.

ALISON MOSSHART – Rise (Single+Video)

Hört bei dem Song mal ganz genau hin. Kommt euch die Stimme auch irgendwie bekannt vor? Und schaut euch das Video mal an. Kennt ihr das Gesicht nicht auch irgendwoher? Aber der Name Alison Mosshart sagt euch nichts? Na gut, wir lösen das mal für euch auf: Alison Mosshart ist eine Hälfte des Indie-Rock-Duos The Kills und singt auch in der Supergroup The Dead Weather. Nun wandelt sie auf Solo-Pfaden und überzeugt auch da. Dem dazugehörigen Video merkt man nicht an, dass es eigentlich improvisiert ist. Da Alison aktuell ebenfalls in Isolation lebt, hat sie sich kurzerhand Aufnahmen ihres letzten LA-Besuchs geschnappt und sich den Videoschnitt selbst beigebracht.

BEVERLY KILLS – Elegance in a State of Crisis (EP)

Das letzte Mal als wir über Beverly Kills berichtet haben, hatten wir noch die Hoffnung, sie bald einmal live zu sehen. Dies rückt zwar nun in weite Ferne, aber zumindest gibt es seit heute neue Musik von der schwedischen Post-Punk-Band. Die Songtexte beschäftigen sich mit Themen wie Traurigkeit und unmöglichen Erwartungen und schaffen mit der Musik eine Atmosphäre, die sowohl düster und emotional ist, aber eben auch tanzbar. Und wenn ihr mehr über die EP erfahren wollt, dann ein kleiner Tipp: schaut die nächsten Tage regelmäßig bei uns rein, denn vielleicht haben wir da noch was schönes für euch in petto.

JAGUAR JONZE – Diamonds & Liquid Gold (EP)

Eine weitere Debüt-EP die einschlägt wie eine Bombe. Auch Jaguar Jonze hat ein Erstwerk erschaffen, das klingt als hätte sie ihr Leben lang nichts anderes gemacht. Hinter dem Pseudonym steckt die Australierin Deena Lynch. Wir wissen nicht wo sie die Zeit hernimmt, aber neben der Musik fotografiert sie auch noch (unter dem Namen Dusky Jonze) und veröffentlicht als Spectator Jonze Illustrationen. Aber zurück zur EP „Diamonds & Liquid Gold“. Darauf versammelt sind 6 Songs die einen ganz spannenden Retro-Touch haben und danach schreien auf der Bühne performt zu werden.

MATIJA – absolutelynothing(today) (Single+Video)

I did absolutely nothing today, sagt Matija. Und das ist auch gut und schön so. Die neue Single der Indie Band aus München erzählt davon, dass es in Ordnung ist, nichts zu tun. Gleichzeitig verneinen die Jungs auch nicht, dass Nichtstun eine gewisse Lethargie mit sich bringt und depressive Anflüge mitschwingen. Gerade in der letzten Zeit haben wir uns oft gelähmt gefühlt zwischen dem normalen Leben und dieser erzwungenen Pause. Aber statt einen Handstand zu lernen oder eine neue Sprache sollten wir vielleicht lieber Matija hören und die kurze Ruhe genießen.

THE STREETS & TAME IMPALA – Call My Phone Thinking I’m Doing Nothing Better (Single+Video)

Die Mischung aus dem UK Rap von The Streets mit der verträumten Musik von Tame Impala passt gerade perfekt zum anstehenden Sommer, der schon ganz leise an die Tür klopft. Das Musikvideo mit den Retro Handys und der bildhaften Einsamkeit ist der erste Teaser für das neue Mixtape von The Streets, welches am 10. Juli erscheinen wird.

CAMEL POWER CLUB – Why Can’t We All Be Friends For The Few Years Left? (EP)

Inmitten dystopischer Fantasien, die gegenwärtig mehr an einen Sci-Fi-Film der 80er Jahre erinnern, entstehen auch durchaus blumige Landschaften, die sich in ganz neuen Klangkulissen zu einer wunderschönen Gestalt in trister Umgebung wandeln: die neue EP des französischen Indielektro-Songwriters Camel Power Club ist genau solch ein schönes Ambivalent des Jahres 2020. Mit seiner neuen EP „Why Can’t We All Be Friends For The Few Years Left?“, die schon vorher geschrieben wurde, hat er seinen sphärischen Narrativ auf die irdische Laufbahn zurückgeholt und uns natur-esque Sounds mit viel Indie-Pop-Gewand geschenkt. Die neue Single „Change It All“ zeichnet das Abbild der EP perfekt nach, wenn unschuldig eingängige Melodien auf herzergreifende Lyrics treffen und wir am Ende alle erkennen müssen, dass der Wandel der Welt von uns selber ausgehen muss.


FENG SUAVE
– I’m Warping Here (Single)

Wer bis drei zählen kann, der weiß, dies ist die mittlerweile dritte Single-Auskopplung von Feng Suave, die damit ein weiteres Mal ihren Fans, uns inklusive, die Wartezeit auf die langersehnte Nachfolge-EP „Warping Youth“ verkürzen. „I’m Warping here“ kommt im gleichen Gewand daher. Das Lied begeht einen Blick in vergangene Tage, in die Jugend, als man noch mit etwas Leichtsinn, den ein oder anderen Unsinn getrieben hat. Locker leicht wie immer wickeln uns Feng Suave in ihren Klangkosmos ein und lassen uns entspannt durch den Tag driften.

Die Release Day Spotify-Playlist in Woche 16

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