Release Day // Neuerscheinungen in Woche 17

Release Day Woche 17

Lebst du noch oder streamst du schon? So oder so ähnlich könnte man die Lage der Nation beschreiben. Wir setzen mit unserem Release Day Beitrag in Woche 17 noch einen oben drauf und liefern euch neues Futter für die ausgehungerten Playlists der Republik. Es gibt wieder einmal wunderbare Musik von neu entdeckten Künstler*innen, aber auch ein paar unserer Lieblinge sind mit neuem Material am Start. Denkt daran, unsere Neuvorstellungen könnt ihr in der wöchentlich aktualisierten Release Day Playlist auf Spotify anhören.

FÆM – Kick The Habit (Single + Video)

Die drei Hamburger FÆM melden sich mit ihrem zweiten Song „Kick The Habit“ zurück, dessen Refrain einem wieder direkt im Kopf hängen bleibt. Der Track versprüht gute Laune, beschäftigt sich aber mit dem ernsten Thema der Abhängigkeit. Das dazugehörige Video entstand auf Grund der gegebenen Umstände natürlich bei den Jungs zu Hause – im wahrsten Sinne des Wortes „homemade“ also. Herausgekommen sind Aufnahmen die sie mit einem tiefen Griff in die Filter- und Trickkiste ordentlich aufgepimpt haben, weswegen das Video mit einer Epilepsiewarnung kommen sollte. Macht aber Spaß!

I SEE RIVERS – How (Single)

Das Trio I See Rivers aus Norwegen hatten wir dieses Jahr beim Eurosonic Noorderslag Festival in Groningen entdeckt und „How“ ist die erste Single die sie seitdem veröffentlicht haben. Inspiriert von der griechischen Legende von Perseus und Andromeda, geht es um die Notwendigkeit, den Dingen einen Sinn zu geben und gleichzeitig gegen die Angst anzukämpfen, das Gesicht zu verlieren. Und der Song ist genauso minimalistisch, vielschichtig und harmonisch wie das wunderschöne Cover.

WOLF & MOON – A Tape Called Life (Single)

Mit „A Tape Called Life“ veröffentlicht das Indie-Folk-Duo Wolf & Moon nun den zweiten Track ihres im September erscheinenden zweiten Album. Weder fröhlich noch traurig erforscht dieses Stück die Schwierigkeiten des Alterns und Älterwerdens. Er bittet sowohl textlich als auch klanglich darum, dass der Hörer mit einer rosaroten Brille auf seine Jugend zurückblickt, während er gleichzeitig einräumt, dass die Gegenwart dabei vielleicht nicht so schön aussieht. Das knallige Cover-Bild ist übrigens letztes Jahr bei einem Roadtrip von LA nach Austin im Coachella Valley entstanden.

SULTANS COURT – Good Enough (Single)

Fast auf den Tag genau, ein Jahr nach ihrem Debütalbum „Haunted“ melden sich Sultans Court zurück mit einem neuen Song. „Good Enough“ soll uns sagen, dass ok ist auch mal nicht superproduktiv zu sein. Das es ok ist, auch mal alle fünf gerade sein zu lassen, wenn es mal nicht läuft. Entstanden ist der Song passenderweise während einer Schreibblockade, eben wenn es mal nicht rund läuft. In unserem durch optimierten Leben ist das doch eine gute Nachricht und eine wohlklingende zugleich. Wer Fan der australischen Band Parcles ist, der wird zumindest bei diesem Song auch seine Freunde bei Sultans Court haben. Die vier Jungs, welche sich auf einer Mitfahrgelegenheit zum MS Dockville kennenlernten, machen seit 2014 gemeinsame Sache. Ihr breites facettenreiches Spiel aus analogen und elektronischen Sounds verbunden mit teils düsteren aber durchweg tanzbaren Klängen macht Spaß zuzuhören.

DREAM WIFE – Hasta La Vista (Single + Video)

Was macht man, wenn man besonders viel Zeit hat? Richtig! Man geht auf den Dachboden oder wahlweise in den Keller und kramt in alten Boxen. So auch Dream Wife. Gefunden haben sie alte Videos aus dem Familienarchiv und bastelten daraus kurzerhand das Video zu ihrer neuen Single „Hasta La Vista“. Nach ihrer 18-Monate langen und über 200 Konzerte umfassenden Tour war dieser Song einer der Ersten den sie nach diesem Mammut-Programm geschrieben haben. Dieser Song handelt, wie der Name schon sagt, von Abschied. Loslassen von alten Beziehungen und das Akzeptieren von Veränderung. Wie die Band selbst sagt, ist der Tour Alltag manchmal vergleichbar mit dem aktuellen Lock-Down. Man ist isoliert von Freunden und Familien und ist über einen längeren Zeitraum mit einer kleinen Gruppe von Menschen umgeben. Der aktuelle Song ist für Dream Wife eher ruhig, geradezu beschwingt und natürlich absolut hörenswert.

SIMON ALEXANDER– Fears (Single)

Der schwedische Singer-Songwriter Simon Alexander ist über die Grenzen seiner Heimatstadt Göteborg hinaus bekannt, im Dunst melancholischer Tristesse kathartische Indie-Pop-Perlen zu schreiben, die jeder Gemütslage stand halten und auch bei einer grauen Wolkenkluft einen Sonnenschein zeigen. Mit seiner neuen Single „Fears“ gelingt ihm ein kleiner Hit, der an eine moderne Sound-Symbiose aus Patrick Watson und Dermot Kennedy erinnert – eine Mischung, die auch für die Zukunft viel Schönheit verspricht.

SYLVAN ESSO – With (Live Album)

Weil wir gerade nicht auf Konzerte gehen können freuen uns Live Alben und online Live Shows umso mehr. Sylvan Esso, das Duo aus North Carolina, haben als Überraschung zum Wochenende heute ihr Live Album „With“ veröffentlicht. Es besteht aus 16 Songs, die während einer Tour im letzten Herbst aufgenommen wurden. Am besten schaut man Konzerte aber gar nicht alleine, sondern mit seinen Freunden – virtuell. Dazu gibt es auf der Website von Sylvan Esso eine Anleitung.

JAKE BUGG – Saviours of the City (Single)

Der britische Singer-Songwriter meldet sich mit einer neuen Single zurück. Nachdem vor einiger Zeit seine Indie-Hymne „Kiss Like The Sun“ erschienen ist, freuen sich die Fans umso mehr auf weitere neue Musik. Heute ist es endlich soweit. „Saviours of the City“ klingt genau nach den Indie-Folk Tönen, die wir von ihm gewöhnt sind. Melancholische Gitarrenklänge vereinen sich mit einem Songtext, der gerade zur heutigen Zeit mitten ins Herz trifft. Dass der Sechsundzwanzigjährige riesengroßes Talent hat, beweisen nicht nur die Auszeichnungen des Briten, der bereits mit siebzehn bei Glastonbury auf der Bühne stand, sondern wieder einmal seine neuste Musik. Wir freuen uns riesig auf das kommende Album und verlieren uns bis dahin wiederholt in seinen Klängen.

Die Release Day Spotify-Playlist in Woche 17

Be first to comment