KYTES im Interview // Per Du mit der Milky Chance Crew

Wir freuen uns immer wieder aufs Neue, wenn wir mit den Bands ins Gespräch kommen, von deren Songs wir einfach nicht genug bekommen können. KYTES gehören definitiv dazu und ihre Zusage zum Interview hat uns die Gelegenheit gegeben ein Paar Fragen zu stellen, die uns schon lange unter den Fingernägeln gebrannt hat.

Bereits in unserem letzten Artikel zur neuen Single I Got Something haben wir euch die Münchner vorgestellt. Im heutigen Beitrag werdet ihr erfahren, welche Entwicklung die Shootingstars aus dem Jahr 2015 bis heute gemacht haben. Wie es ist, unter dem gleichen Label wie Milky Chance zu arbeiten und unter anderem, wie die Kooperation mit Robot Koch zustande kam.

 

Es läuft gut für euch. Würdet ihr von euch behaupten, dass ihr bislang alles richtig gemacht habt?

Wer kann schon von sich behaupten, alles richtig gemacht zu haben? Da gibt’s immer ein paar Sachen, aber wir haben zusammen mit unserem Team viel richtig gemacht.
Wir sind super super happy mit unseren Partnern, die uns bei jeder Entscheidung beraten und uns Tipps geben. Die Entscheidung trifft in 99% der Fällen aber immer noch die Band, was uns sehr wichtig ist!

 

Was sind die wesentlichen Unterschiede zwischen KYTES und BLIND FREDDY?

BLIND FREDDY haben wir mit 15 Jahren gegründet, es war unsere Schülerband – unsere ‚wir probieren alles aus und machen Fehler Band‘ – wir haben peinliche Flyer für Konzerte auf Paint designed, unser Essen auf Facebook geposted und musikalisch einfach sehr viel ausprobiert.
KYTES ist das Resultat aus 5 Jahren Bandschule und Ausprobieren. Wir haben mittlerweile unseren Stil gefunden und wissen, dass es neben der Musik mindestens genauso viele Aufgaben gibt, die wir untereinander und an unser Team aufgeteilt haben.

 

Welche persönliche Entwicklung hat jeder von euch gemacht?

Puh wo sollen wir da anfangen? Als wir 2011 Thommy dazu geholt haben, konnte er nicht mal Bass spielen, sondern war Drummer. Musikalisch hat sich jeder kontinuierlich an seinem Instrument entwickelt und auch am Songwriting haben wir sehr viel gearbeitet. Abseits des Musikinstruments hat jeder für sich gecheckt, dass mehr dazugehört wie Songs schreiben.
Tim hat 2,5 Jahre bei einem Major Label gearbeitet und da viel gelernt, was jetzt auch der Band hilft. Aber das Wichtigste bei aller Entwicklung für die Band ist, dass wir auch noch 4 beste Freunde sind. Wenn man sich gefühlte 350 Tage im Jahr sieht, ist das essenziell.

 

Was bedeutet euch die Zusammenarbeit mit Lichtdicht Music und wie kam es dazu?

Wir haben Philipp ( Head of Booking) kennengelernt, weil er im Atomic Café München aufgelegt hat und wir das sehr nice fanden… irgendwann waren wir Facebook Freunde. Als wir unsere ersten 4 Songs fertig hatten, haben wir Sie Philipp geschickt und uns anschließend mit ihm und Tobi ( A&R Label) bei uns im Bandraum getroffen. So konnten wir auch Tobi überzeugen. Wir hatten tatsächlich auch ein paar Gespräche mit anderen Labels und Majorn aber Lichtdicht hat uns von der 1. Minute an gecatched. Wir sind ein super transparentes Team und wir können bei den Jungs auch um 2 Uhr in der Nacht mit einer schlechten Idee anrufen. Das machts aus! Es ist einfach nicht nur ein Arbeitsverhältnis, wir sind Freunde!

 

Wie kam es zur Kooperation mit Robot Koch? Gibt es weitere, die ihr uns schon verraten könnt?

Unser Verlag / Label hat uns mit Robert connectet. Außerdem haben wir uns anschließend am SXSW Festival in Austin / Texas kennengelernt und mehrerer Shows von ihm angeschaut.
Wir haben gerade wieder eine ziemlich coole Genre übergreifende Kooperation, aber wir dürfen leider noch nix sagen. Aber am Melt! Festival kann man die schon mal hören / sehen !

 

Wie sieht der kreative Prozess innerhalb der Band aus? Wer übernimmt welche Aufgaben?

Kreativ sind wir alle gleich beteiligt. Wir sind nicht die klassische ‚Jam-Band‘ – aber wenn wir neue Songs schreiben, redet jeder gleich viel mit auch Instrumente übergreifend. Songs entstehen immer zusammen. Danach gehen wir mit unseren Songs ins Studio und arbeiten mit unserem Produzenten Felix Hofer noch weiter an den Songs und nehmen sie auf.
Neben der Musik haben wir die anderen Aufgaben klar aufgeteilt, mit der Zeit haben wir verstanden, wer was am besten kann.

 

Berlin wird oft als das Mekka der deutschen Indie Szene zitiert. Wie schneidet eurer Meinung nach München im Vergleich ab?

München hat sich da schon sehr stark entwickelt! Es gibt so viele guten Künstler aus verschiedenen Genrs ob Claire, Jesper Munk, Occupanther, Blackout Problems oder The Whiskey Foundation.
Das liegt auch daran, dass es mehr Unterstützung gibt, wie z.B. vom BR durch PULS und der Startrampe oder der Süddeutschen Zeitung mit ihrer Jungen Leute Seite und dem Sound Of Munich Now Festival.

Lest auf Seite Zwei, wie ein typischer Tag im Tour Leben von KYTES aussieht und hört euch die eigens von der Band zusammengestellte Spotify Playlist an.

                                    

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