Konzertreview: The Kooks im Tempodrom

The Kooks im Tempodrom

Am Dienstagabend, den 02.04. machten zwei der coolsten britischen Indiebands in Berlin Halt. The Kooks füllten das Tempodrom mit guter Laune. Und mit dabei: die Indie- Rock Gruppe Blossoms.

Die britischen Newcomer aus Stockport eröffneten

Blossoms- eine der gerade ganz groß gefeierten Newcomer am Indiehimmel. Die fünf Briten aus der Nähe von Manchester eröffneten neben dem schottischen Singer- Songwriter Callum Beattie den Indieabend. Die Jungs machen seit 2013 Musik und haben bereits drei Alben veröffentlicht. Doch bekannt wurden sie erst mit ihrem Debütalbum „Blossoms“ im Jahr 2016. Obwohl sie in Berlin noch bei vielen unbekannt schienen, ließen sich alle von den eingängigen und harmonischen Melodien mit coolen Synth- Sounds mitreißen. Hier könnt ihr noch mehr über die Blossoms erfahren!

The Kooks im Tempodrom
Blossoms im Tempodrom

Anderthalb Stunden gute Laune

Und dann kamen die Indierocker schlechthin auf die Bühne: The Kooks. Die vier Jungs aus Brighton beleben seit knapp 15 Jahren den Britpop der 1990er Jahre wieder auf. Mit bereits sechs veröffentlichten Studioalben sind sie eine der bekanntesten Indiebands der Gegenwart. Und weckten am Dienstagabend bei so Manchem alte Jugenderinnerungen wieder zum Leben.

Altes bewährt sich auf „Let’s Go Sunshine“- Tour

Gleich am Anfang kamen Liebhaber der ersten Alben auf ihre Kosten. Mit „Always Where I Need To Be“ aus dem zweiten Album „Konk“ und „She Moves In Her Own Way“, „Eddie´s Gun“ und dem „Sofa Song“ aus ihrem Debüt „Inside In/ Inside Out“. Zwischendurch gab es auch ein paar wenige Songs aus dem aktuellen 5. Studioalbum „Let’s Go Sunshine“ zu hören, das am 31. August 2018 veröffentlicht wurde. Aber im Mittelpunkt stand das neue Album nicht unbedingt. Denn die meisten Herzen strahlten doch, als Klassiker wie „Ooh La“ und „Seaside“ gespielt wurden.

Tempodrom im Lichtermeer

Und auf einmal nur Frontmann Luke Pritchard mit seiner Gitarre auf der Bühne. Alle ahnen schon, was nun kommt: Ja, es ist der Song „Seaside“, der eigentlich schon als DIE Hymne gilt. Und mit einem Mal füllte ein Meer aus Lichtern das Tempodrom und die Menge fängt an laut und vor allem textsicher mit zu grölen:

Do you want to go to the seaside?
I’m not trying to say that everybody wants to go.
I fell in love at the seaside.

The Kooks im Tempodrom
The Kooks im Tempodrom

Trotzdem gelang den Briten eine gute Mischung aus alten und neuen Hits. Das häufig umstrittene Album „Listen“ wurde auch mit einigen wenigen Tracks wie „Bad Habit“, „Sweet Emotion“ und „Westside“ gewürdigt. Mit dem 2014 veröffentlichte Werk ging es für die Band erstmals in eine neue Richtung. Weniger rockig und verspielt. Dafür elektronischer und mit einer experimentellen Mischung aus Funk, Reggae und Blues. Von der alten Besetzung sind seitdem nur noch Luke Pritchard und Leadgitarrist Hugh Harris vertreten. Für viele langjährige Fans ein Flop aber vor der Bühne hat trotzdem jeder mitgemacht.

Luke Pritchard – der Entertainer des Abends

Sänger, Gitarrist, Songwriter und DER Entertainer des Abends, Luke Pritchard, hatte einen mitreißenden Hüftschwung drauf. Und selbst die fast gefüllten Ränge konnte es nicht lange auf ihren Sitzen halten. Dem Frontmann sah man jederzeit seinen Spaß an und er selbst hat es auch ganz gut in einem Satz zusammengefasst: „I just love playing music!“. Doch Luke kann auch ruhig und nachdenklich, als er sich auf einmal ans Klavier setzt und den Song „See Me Now“ seinem bereits verstorbenen Vater widmet. Während sich der Rest der Band eher im Hintergrund hält, kommt Gitarrist Hugh Harris auch einmal mit „Vielen Dank für die Gemütlichkeit!“ auf Deutsch zu Wort.

Trotz kurzer Zugabe großer Jubel

Mit „No Pressure“ wurde das Ende des Abends mit passenden Worten eingeleutet. „We’re just having a good time, honey/ No need to apply no pressure“. Doch als Zugabe durfte natürlich auch das von Allen geliebte „Naive“ aus ihrem Debütalbum nicht fehlen. Trotz sehr kurzer Zugabe spricht der tosende Applaus auf jeden Fall für einen guten und gelungenen Abend. Und viele wurden mit Sicherheit nochmal in ihre Jugend zurück geworfen.

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