Festival // Rock am Ring 2026

Festival // Rock am Ring 2026
Rock am Ring 2025 – Foto: Ann-Kathrin Humberg

Ende Mai und der Sommer fällt mit der Tür ins Haus. Das kann für viele von uns eigentlich nur eines bedeuten: Rock am Ring steht kurz bevor.
Wie jedes Jahr ist der Ring eines der absoluten Highlights unserer Redaktion, wie Marisa euch auch in den vergangenen Jahren schon gezeigt hat. Für ein paar Tage fühlt sich das Festival jedes Mal wie eine kleine Parallelwelt an, in der Alltag plötzlich komplett unwichtig wird. Genau deshalb freuen wir uns auch dieses Jahr wieder darauf, euch direkt vom Gelände mitzunehmen und besondere Momente einzufangen.

Die Vorfreude ist auf jeden Fall riesig und wie auch die letzten Jahre wollen wir euch ein wenig auf das Wochenende vorbereiten. Deshalb gibt es hier die Bands aus dem diesjährigen Line-up, auf die ich mich persönlich am meisten freue.

Freitag – 05.06.

Der erste Tag auf dem Gelände ist wirklich jedes Mal etwas ganz Besonderes. Sobald man ankommt, die ersten Menschen über den Platz laufen sieht und irgendwo in der Ferne schon Musik hört, ist dieses typische Ring-Gefühl sofort wieder da. Für ein Wochenende wird alles andere einfach ausgeblendet.

Linkin Park

Fangen wir direkt mit dem Headliner an, der vermutlich mit dafür verantwortlich war, dass Rock am Ring dieses Jahr so schnell ausverkauft war: Linkin Park. Allein die Vorstellung, wie tausende Menschen bei In The End oder Numb komplett aus voller Seele mitsingen werden, sorgt jetzt schon bei mir für Gänsehaut. Linkin Park gehören einfach zu diesen Bands, die generationsübergreifend ankommen. Umso gespannter sind wir darauf, die Band mit Sängerin Emily Armstrong endlich live zu erleben.

Limp Bizkit

Limp Bizkit sind und bleiben pures Festivalchaos. Zwischen Break Stuff, Moshpits und fliegenden Bierbechern fühlt sich jede Show der Nu-Metal-Legenden ein bisschen wie eine Zeitreise zurück in die frühen 2000er an. Und das funktioniert heute noch genauso gut wie damals.

Papa Roach

Du kannst Last Resort auch nach Jahren noch problemlos auf Dauerschleife hören, ohne dass es langweilig wird? Dann dürften Papa Roach für dich auch dieses Jahr wieder genau die richtige Mischung aus emotionalem Ausnahmezustand und kompletter Eskalation mit an den Ring bringen.

BABYMETAL

Sind wir ehrlich: Selbst die Menschen, die vorher behaupten, BABYMETAL sei nichts für sie, stehen spätestens nach zwei Songs trotzdem mitten im Pit. Zwischen J-Pop, Metal und komplettem Chaos schafft die Band es seit Jahren, wirklich jede Festivalcrowd abzuholen. Für uns waren sie 2024 definitiv eines der Highlights am Ring.

Magnolia Park

Auf Magnolia Park freue ich mich dieses Jahr persönlich besonders stark. Die Band bringt genau diesen modernen Alternative-Sound mit, der aktuell überall durch die Szene geht. Zwischen Pop-Punk, Emo und Metalcore dürfte das live vor allem ziemlich headbangable werden. Vorher in ihr Album Vamp reinzuhören lohnt sich, versprochen!

Ankor

Ich freue mich jedes Jahr auch darauf, Bands zu entdecken, die ich vorher noch nicht wirklich auf dem Schirm hatte. Eine davon ist dieses Jahr Ankor. Die Band gehört aktuell definitiv zu den spannenderen modernen Alternative-Metal-Acts Europas. Besonders Sängerin Jessie Williams soll live unglaublich viel Energie mitbringen. Ich bleibe gespannt.

We Came As Romans

We Came As Romans sind inzwischen ein absoluter Festival-Klassiker. Die Band verbindet Metalcore seit Jahren mit  catchy Refrains. Gerade live entwickeln ihre Songs nochmal eine ganz eigene Intensität. Meiner Meinung nach ein toller Start in den Festival-Tag.

Samstag – 06.06.

Spätestens an Tag zwei ist man komplett im Festivalmodus angekommen. Die Stimme ist wahrscheinlich schon halb weg, irgendwo setzt der Schlafmangel langsam ein und trotzdem wächst die Vorfreude auf jede einzelne Band nur noch mehr. Gerade samstags merkt man am Ring immer besonders, wie unterschiedlich das Line-up dieses Jahr wieder geworden ist.

Bad Omens

Bad Omens gehören aktuell wahrscheinlich zu den wichtigsten modernen Rock- und Metalbands überhaupt und das definitiv nicht ohne Grund. Ich durfte ihre Liveshow bereits sehen und war komplett überwältigt von Noah Sebastians Voicerange. Ihre Shows wechseln mühelos zwischen völliger Eskalation und fast schon bedrückender Emotionalität. Dass ich sie am 03.06. in Düsseldorf sehe und dann direkt nochmal am Ring, war für mich sowieso schon von Anfang an beschlossen.

Electric Callboy

Hier gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, außer dass bei Electric Callboy vorher immer nur eine Sache sicher ist: Normal wird das definitiv nicht. Zwischen Metalcore, Techno und völlig absurdem Humor verwandeln sie jedes Festivalgelände in eine riesige Party. Keine Band, die ich dauerhaft in meiner Playlist habe, aber live würde ich keinen Auftritt verpassen wollen.

Ice Nine Kills

Für diese Band braucht ihr wahrscheinlich starke Nerven: Ice Nine Kills machen aus Horrorfilmen Metalcore-Songs und das funktioniert erschreckend gut. Ihre Liveshows wirken wie ein völlig überdrehter Horrortrip mit Breakdowns und genau deshalb bin ich extrem gespannt darauf, das Ganze auf einer so großen Bühne zu sehen.

Three Days Grace

Three Days Grace gehören für mich einfach zu diesen Bands, die sofort Nostalgie auslösen. Ihre Songs liefen gefühlt auf jeder Emo-Playlist der 2000er und werden live wahrscheinlich genauso viele Menschen abholen wie damals.

Das war es noch nicht …

Neben den größeren Namen freue ich mich Samstag aber auch besonders auf einige Bands, die vielleicht nicht jede*r direkt auf dem Schirm hat. Anna Grey bringen frischen Wind in die deutsche Alternative-Szene, während Bilmuri irgendwo zwischen Chaos, Emotion und völlig absurdem Internet-Humor unterwegs sind. Dying Wish haben mich mit ihrem aggressiven Metalcore direkt abgeholt und könnten live komplett eskalieren. Auch Ecca Vandal klingt nach einer dieser Bands, die man zufällig entdeckt und danach nicht mehr vergisst.

Palaye Royale haben mich letztes Jahr bereits als Vorband von Yungblud komplett überzeugt und bringen genau diese verschwitzte Glam-Rock- und Rockstar-Energie mit, die live einfach funktioniert. The Pretty Reckless haben bei mir ebenfalls schnell Interesse geweckt, vor allem durch ihre düstere Hard-Rock-Atmosphäre und Taylor Momsens starke Bühnenpräsenz.

Und dann wären da natürlich noch The Subways und Wargasm. Während The Subways einfach perfekt zu Sommer, Bierduschen und Festival-Nostalgie passen, klingt Wargasm eher nach dem Soundtrack des kompletten Kontrollverlusts.

Sonntag – 07.06.

Irgendwie ist der letzte Festivaltag immer gleichzeitig der schönste und traurigste Moment des Wochenendes. Man versucht nochmal jede einzelne Minute mitzunehmen, obwohl man eigentlich längst komplett erschöpft ist. Dafür warten sonntags aber meistens auch nochmal einige der größten Highlights.

Iron Maiden

Iron Maiden sind nicht einfach nur eine Band, sondern gefühlt ein eigenes Festivalereignis. Ihre Shows wirken bis heute riesig, detailverliebt und gleichzeitig unglaublich energiegeladen. Wenn Eddie auftaucht und die ersten Maiden-Hymnen starten, dürfte das komplette Gelände ausrasten. Ich bin dankbar die Heavy-Metal-Legenden dieses Jahr endlich live mitansehen zu dürfen.

The Offspring

The Offspring schaffen es seit Jahrzehnten, Punkrock gleichzeitig chaotisch und unglaublich eingängig klingen zu lassen. Songs wie Self Esteem oder Pretty Fly gehören inzwischen einfach fest zum kollektiven Festivalgedächtnis.

Hollywood Undead

Hollywood Undead verbinden Rap, Rock und Alternative seit Jahren zu einer komplett eigenen Mischung. Es ist nicht ihr erstes Mal am Ring und ich durfte bereits erleben, wie ihre Liveshow das gesamte Gelände beben lässt.

Black Veil Brides

Endlich sind Black Veil Brides wieder dabei. Eine Band, von der ich früher nie gedacht hätte, dass sie mich live so abholen würde. Andy Biersack zieht einen mit seiner Bühnenpräsenz sofort komplett in den Bann. Zusammen mit der düsteren Ästhetik und den emotionalen Songs werden wir in unsere Emo-Kid-Phase zurückkatapultiert.

Bloodywood

Mit Bloodywood habe ich am Ring wirklich nicht gerechnet. Die Band gehört aktuell definitiv zu den spannendsten Metal-Acts überhaupt. Die Verbindung aus indischen Folk-Elementen und Nu Metal hat in den letzten Monaten auf Social Media komplett eingeschlagen und dürfte auch am Ring für einen der interessantesten Auftritte des Wochenendes sorgen.

Wir sehen uns am Ring!

Am Ende ist es wahrscheinlich genau dieses Gefühl, das Rock am Ring jedes Jahr wieder so besonders macht. Für ein paar Tage dreht sich alles nur um Musik, Menschen und diese ganz eigene Atmosphäre, die man kaum richtig beschreiben kann. Und genau deshalb freuen wir uns jetzt schon darauf, wieder mit euch gemeinsam am Ring zu stehen, neue Lieblingsmomente einzusammeln und dieses Wochenende endlich wieder komplett zu fühlen. Wie all diese Bands ihren Platz in meinem persönlichen Timetable finden wird sich wohl noch zeigen. Eines steht aber auf jeden Fall jetzt schon fest: Rock am Ring 2026 dürfte wieder alles dabei haben, was das unsere Herzen glücklich macht.

Hier findet ihr das ganze Line-Up des Festivals und hier geht es auch nochmal zu Marisas Review aus dem letzten Jahr. Außerdem haben wir auch dieses Jahr eine passende Festival-Playlist für euch zusammengestellt:

Titelbild: Ann-Kathrin Humberg

Geschrieben von:
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